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Geschrieben von Adrian Guggisberg
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12.02.2008 |
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Zehn Minuten als Adam im Paradies...
Auf dem Weg zum Ol Doinyo Lengai radlete ich durchs sandige, karge Niemandsland. Plötzlich entdeckte ich eine Kuherde, doch die Suche nach den Hütten der Massais endete mit zerkratzten Beinen ergebnislos. So pflanzte ich mein Zelt ausnahmsweise nicht versteckt sondern mitten in einer Wiese hin, um Simba das Anschleichen nicht noch einfacher zu machen. Früher wusch ich mich, sobald die Nacht hereingebrochen war, vorausgesetzt die Moskitos liessen es zu. Aus Angst vor dem König der Tiere verschob ich dieses Ritual vor. So stand ich da. Splitternackt, alleine in der Savanne. Die untergehende Sonne liess den Ol Doinyo im goldenen Abendlicht erstrahlen und zauberte einen gleissenden Strahlenkranz um den perfekten Vulkankegel. Die Vögel starteten ihr Abendkonzert, vor mir grasten Thompson-Gazellen und als auch noch zwei Giraffen ihre langen Hälse hinter einem Busch hervorstreckten, verschlug es mir den Atem. Ganzkörpergefönt vom warmen Wind, sog ich die Schönheit, die Freiheit, die Grenzenlosigkeit Afrikas tief in mich ein. Erst nach zehn Minuten fiel mir Simba wieder ein und ich verkroch mich ins Zelt. Die Gefühlslage änderte sich schlagartig. Wo ist Eva? Wo die Familie, die Freunde? |