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Auf den Strassen Nairobis |
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Written by Adrian Guggisberg
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Monday, 31 December 2007 |
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Seit 1,5 Jahren wieder am Steuer; im Flaggschiff von Isuzu Bighorn V6 Turbo...
Während auf den Überlandstrassen das Gesetz der Impulserhaltung den Leichtgewichten jegliche Chance raubt, sind im Verkehrschaos Nairobis andere Faktoren entscheidend. Einerseits ist es die Beschleunigung, der Gegner muss auf kürzester Distanz eingeschüchtert werden können, andererseits die Bereitschaft Beulen einzustecken. Leider erfüllte mein Riesenschiff nur die erste Anforderung. Eines Tages, aus anderen Gründen genervt, sass ich am Steuer. Jetzt nicht, heute nicht! Ich kämpfe für mein Recht und gegen die Gesetzlosigkeit auf den Strassen. Jeder Zentimeter ist im Stau hart umkämpft. Wer getraut sich näher aufzuschliessen, wer schneller zu beschleunigen um nach Sekundenbruchteilen schon wieder auf der Bremse zu stehen, nur damit keiner sich dazwischen drängeln kann? Und trotzdem schaffte es einer sich vor mir in den Kreisel zu mogeln. Ich schaue auf die Uhr und... KRACK! Meine Stosstange hat dem Wegabschneider einen Spalt ins Rücklicht gedrückt. Normalerweise ist der Kuchen nach einem heftigen Meinungsaustausch gegessen. Leider war der Fahrer aber nicht der Besitzer des Wagens. Mitten im dreispurigen Kreisel stauten wir den Verkehr zusätzlich und warteten auf die Polizei. Ich, weder mit kenianischem noch internationalem Fahrzeugausweis versehen, ohne Ahnung über Versicherung und Verkehrsregeln, hatte trotzdem den Trumpfbauer im Ärmel - das rote Diplomanten-Nummerschild. Der herbeigeeilte Polizist meinte nur, ich könne fahren oder mit dem Geschädigten reden. Einfach davon fahren, fand ich unfair und so diskutierten wir weitere 10 Minuten bis er zum zweiten mal die Polizei im Kreisel aufsuchte, weil ich nichts zahlen wollte. Als ich zu der Gruppe stiess, fauchte ein Polizist ihn an, was er denn noch wolle, ob er keine Ahnung hätte und überhaupt englisch verstehe. Ich sagte kurz sorry und brauste mit einem unguten Gefühl davon. Genau genommen wäre er im Recht gewesen, da er sich vor mir in den Kreisel gemogelt hatte und ich ja von hinten kam... |