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Written by Adrian Guggisberg
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Thursday, 22 March 2007 |
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Übernachten alleine dans la brousse...
Mich auf einem Felsen räkelnd, genoss ich den Sonnenuntergang und die Stille Afrikas. Als die Dunkelheit das Tageslicht fast völlig verdrängt hatte, vernahm ich plötzlich ein seltsames Geräusch. Ein dumpfes Schlagen und Schaben wiederholte sich in unregelmässigen Abständen ganz in der Nähe. Die unbeholfenen, abnormalen Laute mussten eindeutig von einem grösseren Lebewesen kommen. Ich tat, was ich in solchen Situationen immer tue, bewaffnen und angreifen. In der einen Hand einen Stock für den Nahkampf, in der Hosentasche Steine für die Fernabwehr und in der zweiten Hand die Kamera mit Blitz zum Blenden und natürlich um ein Foto zu schiessen von dem Ungeheuer. Auf alles gefasst und gespannt bis in die letzte Muskelfaser, schlich ich mich zwischen Felsen und Büschen der Lärmquelle entgegen. »Tonksch », « Tonksch » ertönte es immer wieder, jetzt ganz nahe. Klick - ich schaltete die Stirnlampe ein. Ein glühendes Augenpaar starrte mich an, durchaus von einem grösseren Tier. Die Augen gehörten aber nicht einem Wildtier sondern einer Ziege die in die Kühle einer niedrigen, zu niedrigen Höhle gekrochen war. Bei jedem Aufstehversuch schlug mit sie mit Kopf und Rücken an die Decke und wurde dadurch unsanft in die Knie gezwungen. Auf die Idee zu kriechen oder zu rollen, kam das einfältige Tier nicht. Sich nur noch schwach wehrend, zog ich das erschöpfte Geschöpf an den Hörnern aus der Falle. Ein erneuter Aufstehversuch misslang abermals. Wunde konnte ich keine finden und so sammelte ich Futter und holte Wasser. Fünf Liter meines für’s Waschen vorgesehenen Wassers soff sie und brach meinen Zwei-Liter-ohne-abzusetzen-Rekord locker. Am nächsten Morgen lag die Ziege immer noch an der selben Stelle. Ausnahmsweise musste ich lange pfeifen und winken bis mich endlich ein Hirte entdeckte. Er untersuchte das Tier, klemmte es unter den Arm und verschwand im Busch. |