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Written by Adrian Guggisberg
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Sunday, 12 November 2006 |
Die Tücken der Selbstversorgung in fremden Gefilden...
Dass ich in Marokko Früchte kaufte, war eine Seltenheit. Mein Bedarf war durch die Geschenke der Bauern und Strassenrandhändler abgedeckt. In touristischen Regionen jedoch sollten Nicht-Marokkaner exorbitante Preise bezahlen. Trotz Vorwarnung machte ich mich hungrigen wie ich war eines Tages selber ans Ernten dieser leckeren Früchte. Ich wähnte mich im Glück, da sich meine Feigen nicht wie angekündigt mit gefährlichen Stacheln verteidigten. Als ich mit vollem Bauch zurück auf die Strasse kletterte, piekste mich etwas in die Finger. Nicht spitzige Stacheln sind die Abwehrwaffen der hinterlistigen Kaktusfeigen sondern Härchen, die ich mittlerweile von den Händen in den Mund und zu den Radlerhosen verschleppt hatte. Drei Tage rieb ich Beine, Hände und Zunge, bis ich die unnatürliche Behaarung los war. Von nun an sezierte ich die Feigen, jede Hand mit einem Messer bestückt, ohne sie zu berühren. |