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Auf den Strassen Afrikas PDF  | Print |
Written by Adrian Guggisberg   
Thursday, 18 December 2008
Warum Lastwagentransporte günstig sind und Verkehrsunfälle häufig...


Von meinen Südafrika-Ferien nach Namibia zurück reiste ich per Autostopp. Der Lastwagenfahrer war begeistert, dass sein Mitfahrer beim Festzurren der Palette und beim Spannen der Plane half. Aus meiner Sicht war damit die Arbeitsteilung abgeschlossen. Weit gefehlt; er fährt und ich halte die Augen offen. Des Fahrers Blinzelintervalle wurden kürzer und kürzer. Das Bombardieren mit Fragen half nur mässig, ich war erleichtert als er für eine kurze Mittagspause hielt. Zum Glück fanden drei Fliegen den Weg in die Fahrerkabine. Während er beidhändig nach den lästigen Viechern schlug, fütterte ich die Insekten mit Erdnussbutter um sie fit, flink und bei Kräften zu halten. Dem Fahrer kann man nicht viel vorwerfen, immerhin war er an diesem Tag schon 700 km von Namibia runter gefahren, hatte eine Stunde entladen und wieder geladen und fuhr danach die selbe Strecke zurück. Ein satter 16 - Stunden - Tag. Ein Blick auf das Armaturenbrett, ich staunte nicht schlecht, dass der 40-Tönner mit 108 km/h unterwegs war. Komischerweise blieb die Geschwindigkeit auch bergan konstant. Darauf angesprochen, meinte der müde Fahrer lachend, dass Geschwindigkeits-, Touren- und Tankanzeige schon lange nicht mehr funktionieren würden. Froh noch am Leben zu sein, entstieg ich an der Grenze dem Gefährt. Viele Male fast aber nur zweimal ganz waren wir plötzlich mit der einen Radhälfte auf der kiesigen Strassenschulter unterwegs. Der Fahrer erwachte beide Male selber ...
Weder am zweiten Lastwagen noch an dessen Fahrer war mir als Laie etwas Abnormales aufgefallen, bis aufs Telefonieren und SMS schreiben während er fuhr.

Auf dem dritten Streckenabschnitt, 180 km lang, nahmen mich zwei junge Namibier in ihrem PW mit. Hinten links eingestiegen, wurde ich angewiesen, nach rechts zu wechseln (wegen dem (Über) Gewicht des Beifahrers). Bei jeder Unebenheit auf der guten Asphaltstrasse berührten die Reifen den Radkasten. Ein Angst erregendes Geräusch, weisser Rauch und Gummigestank, waren die Folgen.
Später, wieder mit dem Rad unterwegs, stoppte ich in der Wüste um zwei Männern am Strassenrand Wasser anzubieten. Ihr Auto hatte einen platten Reifen. Als wir das übliche „Reicher-Weisser-kauf-uns-ein-neues-Auto“ - oder-„zumindest-neue-Reifen“ hinter uns hatten, zeigten sie mir die Besonderheiten ihres Gefährts.

 

tyres

 

 

 

 

 

 

 

 

Der(neue!), soeben montierte Reifen mit zwei fehlenden Mütter.

 benzintank

 

 

 

 

 

 

 

 
Der rote Kanister ist der über dem Motorniveau liegende Benzintank.

 
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© 2012 to-adi - Adrian Guggisberg