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Written by Adrian Guggisberg
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Tuesday, 23 September 2008 |
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Veloschloss aus Krähenkrallen und Katzenschwanz…
Ein Hotelbesitzer dessen Geschirr verschwindet und Vorräte die sich in Luft auflösen. Digitalkameras die vom Erdboden verschlungen werden und Baumaschinen die 90 Liter Diesel pro Stunde schlucken, stillstehend. Alltägliche Geschichten auf dem Kontinent der tausend Robin Hoods, denen von gewitzten Leuten auf dieselbe Art Einhalt geboten wird: man lässt einen Witchdoctor kommen. Bereits in Westafrika wollte ich, beeindruckt von den Geschichten, meinem Rad einen Zauberschutz verpassen. Als Ungläubiger konnte ich jedoch unmöglich auf die geforderte Riesensumme an finanzieller Entschädigung eingehen. Erst in Ostafrika war ich der ewigen Zweifel überdrüssig, ob ich die Plastikfalsche oder die 1-Euro-Sonnenbrille tatsächlich vergessen habe oder ob sie jemand anderes „gefunden“ hat. Dem nächsten toten Greifvogel säbelte ich die Füsse ab, zupfte ihm eine Feder aus und steckte beides in den Sattel. Das Interesse, meinen Drahtesel auch nur zu streicheln, scheint verschwunden zu sein. Je nach Ort und Situation reicht das viel einfachere Abschliessen durch Verzaubern völlig aus. Die Quelle mysteriöser tierischer Objekte ist für den Fahrradfahrer unerschöpflich. Bis auf Elefanten habe ich quer durch die Arche Noah jedes Tier stinkend im Strassengraben liegen sehen. Immer wieder finde ich neue Wildkatzenschwänze, Stacheltierstacheln und ungewöhnliche Knochen. 
Wie viel es nützt? Schwer zu beantworten. Robin Hoods haben sich ferngehalten. Blickfänger ist es, noch nie hat mich ein Einheimischer darauf angesprochen und nie mehr plagten mich seither Zweifel ob ich vergesslich bin. |